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Yunus Emre Komm Herz halt mich nicht auf laß uns zum Freund gehen Sterben wir nicht in Trennung laß uns zum Freund gehen Komm laß uns jetzt gehen bevor das Leben still steht Bevor der Feind uns trennt laß uns zum Freund gehen Laß uns das Land verlassen den Freund zwischen uns nehmen Klage erheben seinetwegen laß uns zum Freund gehen Weg von diesem Ort der täuscht der schwindet Eins sind wir bleiben ungetrennt laß uns zum Freund gehen Aus dieser Welt ziehen wir aus dem Land des Freundes entgegen Lösen wir uns vom hiesigen Treiben laß uns zum Freund gehen Eh der Tod sich meldet uns am Kragen packt Der Todesengel sich rührt laß uns zum Freund gehen Gehen wir zum wahren Weisen erfragen Nachricht von Gott Gemeinsam mit dem Yunus laß uns zum Freund gehen III He Freund ins Meer der Liebe gehe ich ein und weiter Beiderweltig dreht sich mein Lebensrad und weiter Tauchen tu ich ins Meer hinterleg keine Wortspur Gern wär ich eine Nachtigall beim Freund sammelte Rosen und weiter Rufend wie Nachtigallen die Seele beleiben den Leib beseelen Gerne opferte ich dir meinen Kopf und weiter Schreiten will ich wie Nachtigallen viele Herzen erfreuen Närrisch vor Liebe streift mein Gesicht den Staub und weiter Zum Dank seh ich dein Gesicht und wir trinken die Nähe Meinland Deinland beide verlaß ich und zieh weiter Die Liebe machte Yunus zum Stromer ohne Trost Bei dir ist Erlösung die ich ersehne und weiter IV Ich brenne so beim Gehen die Liebe färbte mich blutig Bin weder bei Sinn noch irr schau was tat mir die Liebe Ich geh herum wie Medschnun träumend von der Geliebten Trüb bin ich beim Erwachen schau was tat mir die Liebe Deine Liebe die Tolle fällt jetzt über mein Leben her Sie befällt meine Seele schau nur was tat mir die Liebe Mal bin ich Wind und blase mal bin ich Weg und staube Mal bin ich Flut und ströme schau was tat mir die Liebe Rausche wie die Wasser her brenn die Herzenswunde aus Wein mich aus fern der Liebsten schau was tat mir die Liebe Gesicht gelb Augen feucht Brust zerrissen Herz aus Stein Erst wer leidet der versteht schau was tat mir die Liebe Faß meine Hand heb mich auf bringe mich ans Ziel auch Zum Lachen denn ich weinte von dir schau was tat mir die Liebe Yunus bin ich trostberaubt zerschrammt vom Fuß herauf Stromer in Liebessachen schau was tat mir die Liebe VI Deine Liebe nahm mich weg von mir Brennend bin ich immerzu du fehlst mir du Dasein freut mich nicht Hinsein reut mich nicht Deine Liebe mildert mich du fehlst mir du Deine Liebe ist eine die tötet Liebende lockt sie in ihr Meer Dein Erscheinen füllt sie auf du fehlst mir du Falls sie mich einst töten meine Asche dem Himmel geben Wird mein Grabhügel rufen du fehlst mir du Yunus Emre bin ich täglich brenn ich ungelöscht Mein Wunsch auf beiden Welten du fehlst mir du XVII Vor der Schöpfung pochte ich im Herz des Freundes Als ich diese Welt betrat wurde es seltsam um mich Jener Freund schlug mir die Augen auf zeigte mir mein Wesen Zärtlich an ihn gebunden war ich und sprechen konnte ich Sieh das Nest aus dem ich herausflog meine Flügel streckte zum Volk In eine Liebesfalle geraten mußte ich mich ergeben Wer in eine Falle tappt lacht nicht Verliebte ruhen nicht Ich kam hierher dies Land versteht meine Sprache nicht Ich kam hierher damit ich heimkehre Glaub nicht ich sei gekommen wegen des Goldes Inmitten von zweiundsiebzig Sprachen bin ich für Gerüchte nicht zu haben Ich kam auf den Plan mein Gutes zu erfragen und mein Böses Ich bin bewußtlos in der Falle befindlich habe ich nichts zu lachen Als einzige Nachtigall kam ich zur Rose damit ich singe Lang harrte ich in der Moschee hab gebetet hab studiert Erst im Feuer der Liebe kam ich zu leben Bevor der Allmächtige den Menschen formte die Engel vor ihm knieten Die Menschen die Erdhaut berührten fand ich den graden Weg Yunus den ich wieder frage sagt ich sah das Licht Gottes Geboren wurde ich flatternd wie die Sonne des frühen Sommers XXIV Ich bin der verliebte Fisch alle Meere achten mich Ein Tropfen meiner ist das Meer jeder Tropfen ist mein Ozean Unweit vom Berg am Rand der Welt dienen mir Mond und Sonne Mein Wesen stammt von Gott der Koran leitet mich Mein Weg führt zum Freund mein Land war von Anfang an Liebe spricht meine Zunge Liebe wird zum Spaziergang Bevor ein Thron war warst du schon König Ach diese Liebeshand wendet meinen Kummer Eh der Adam geschaffen die Seele in den Leib gelegt Der Teufel verflucht wurde war der Himmel ein Spazierweg Wer den Verliebten nicht versteht ist ein Irrer oder ein Rohling Ich kann die Vogelsprache Salomon hats mir beigebracht Yunus unter dem Volk bist du nur ein Sünder Sie verleumden dich als Derwisch jedoch bist du ein Verrückter Literaturangaben: Aus dem goldenen Becher. Türkische Gedichte aus sieben Jahrhunderten. Annemarie Schimmel. Önel Verlag 1993 Folgende Gedichte daraus: MIT BERGEN und mit Steinen auch WEISS NICHT, wo ich steh' IN LEIDENSCHAFT fiel tief mein Herz - DIE LIEB' zu Dir nahm mich von mir - ACH SCHÖPFRAD, warum klagest du? IM PARADIES die Flüsse all Yunus Emre Das Kummerrad (Dertli Dolap) (Aus dem Türkischen von Zafer Senocak, Dagyeli Verlag Frankfurt a.M. 1986) Folgende Gedichte daraus: Komm Herz halt mich nicht auf laß uns zum Freund gehen He Freund ins Meer der Liebe gehe ich ein und weiter Ich brenne so beim Gehen die Liebe färbte mich blutig Deine Liebe nahm mich weg von mir Vor der Schöpfung pochte ich im Herz des Freundes Ich bin der verliebte Fisch alle Meere achten mich |
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